Deinem Hund unerwünschtes Verhalten abgewöhnen

Von Bellen bis hin zum Anspringen – dein Hund kann dir oder anderen gegenüber unerwünschtes Verhalten an den Tag legen. Glücklicherweise kannst du deinem Hund unerwünschtes Verhalten abgewöhnen. Wir geben Tipps und Ratschläge.

Deinem Hund unerwünschtes Verhalten abgewöhnen

Es gibt verschiedene Arten, wie man einem Hund unerwünschtes Verhalten abgewöhnen kann. Wie genau du dabei vorgehst, hängt natürlich davon ab, welches unerwünschte Verhalten dein Hund zeigt. Unser wichtigster Ratschlag lautet, erwünschtes Verhalten zu belohnen und dem Auftreten unerwünschten Verhaltens so viel wie möglich vorzubeugen. Wenn dein Hund unerwünschtes Verhalten an den Tag legt, ignoriere es, oder korrigiere es, wenn dies notwendig ist. Zeige ihm, was er tun darf, und belohne ihn, wenn er dieses erwünschte Verhalten zeigt. Sei dir auch der Tatsache bewusst, dass du Geduld haben musst. Dein Hund wird nicht gleich beim ersten Mal verstehen, was du von ihm erwartest und dementsprechend wirst du deinen Wunsch öfter wiederholen müssen.

Einige Beispiele für unerwünschtes Verhalten und zugehörige Tipps:

Anspringen

Wenn dein Hund dich anspringt, ist es am besten, aufrecht stehen zu bleiben und deine Hände vor deine Brust zu halten. Beweg dich nicht und sag auch nichts. Wenn dein Hund wieder auf seinen vier Pfoten steht, streichelst du ihn und sagst ihm mit freundlicher Stimme: „Brav, unten!“. Wenn er dich erneut anspringt, sagst du mit tiefer Stimme „Nein“ und wiederholst die zuvor beschriebenen Schritte. Wenn du einen großen Hund hast und aufrechtes Stehenbleiben bei ihm keine realistische Option ist, kannst du dich von deinem Hund abwenden, wenn er dich anspringt.

Beißen

Wenn dein Hund unerwünscht in Gegenstände beißt, dann nimm sie ihm weg und sag mit tiefer Stimme „Nein, das ist nichts für dich!“ Gib deinem Hund anschließend ein Spielzeug. Beißt er in das Spielzeug? Dann belohne ihn, indem du ihm mit einer höheren, freundlichen Stimme sagst: „Brav, das ist für dich!“.

Betteln

Sie können auch ihren süßesten Hundeblick aufsetzen: Betteln fällt auch in die Kategorie „unerwünschtes Verhalten“. Das kannst du ihm abgewöhnen, indem du konsequent bist und vor allem, indem du dich nicht von seinen flehenden Augen erweichen lässt. Wenn du einmal nachgibst, lernt dein Hund, dass er mit Betteln kriegen kann, was er will. Hab Geduld und ziehe deine Linie durch.

Bellen

Übermäßiges Bellen kann als sehr störend empfunden werden, nicht nur vom/von der HalterIn, sondern auch von der Umgebung. Was das Ganze verkompliziert ist, dass häufig nicht deutlich ist, was das Bellen verursacht. Ein Hundetrainer kann deinen Hund beobachten und dir helfen, die Ursache zu finden und das Problem zu lösen. Entsprechende Fragen können auch im Rahmen eines Welpenkurses geklärt werden. Die häufigsten Ursachen für Hundebellen sind Alleinsein, (Verlassens-)Angst, Territorialverhalten und Unsicherheit.

Futterneid

Wenn dein Hund seinen Futternapf oder andere „Eigentümer“ aggressiv verteidigt, nennen wir das Futterneid. Er wird dann beispielsweise knurren, schnappen oder sogar beißen, wenn sich jemand seinem Napf nähert. Futterneid lässt sich vorbeugen, indem du ihm zunächst ein paar Mal Trockenfutter mit der Hand fütterst und es anschließend in den Napf legst. Im Allgemeinen gilt, dass es natürlich nicht Sinn der Übung ist, deinen Hund regelmäßig beim Fressen zu stören.

Wenn du einen älteren Hund adoptierst oder dein Welpe bereits Futterneid hat, dann gibt es einen Weg, ihm diesen wieder abzugewöhnen. Hierzu musst du deinen Hund vor einen leeren Futternapf stellen. Streue etwas Futter hinein und ermutige deinen Welpen mit einer hohen, freundlichen Stimme, es zu fressen. Wenn er fertig ist, ist dieser Schritt zu wiederholen. Auf diese Weise zeigst du deinem Hund, dass zwischen deiner Hand und dem Futternapf eine positive Verbindung besteht.

Allgemeine Tipps zur Vermeidung unerwünschten Verhalten

1. Sei geduldig.

2. Belohne gutes Verhalten, ignoriere schlechtes Verhalten.

3. Beuge unerwünschtem Verhalten vor, indem du dein Haus hundefreundlich gestaltest. Auch ein hundefreundlicher Garten ist in diesem Zusammenhang wichtig.

4. Verbringe viel Zeit mit deinem Welpen und nimm die Erziehung ernst.

5. Nimm an einem Welpenkurs teil, um unerwünschtem Verhalten vorzubeugen oder um dem Hund solches Verhalten gegebenenfalls abzugewöhnen.


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