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Ein Katzenjunges sozialisieren: Wie macht man das?

Das Sozialisieren eines Katzenjungen ist wichtig, um dafür zu sorgen, dass es auch als erwachsene Katze selbstsicher und glücklich ist. Durch eine gute Sozialisation gewöhnt dein Katzenjunges sich bereits sehr früh an andere Tiere, Menschen und Geräusche. Das beugt ängstlichem oder aggressivem Verhalten vor. Ein Katzenjunges zu sozialisieren ist dementsprechend sehr wichtig! So gelingt die Sozialisation deines Katzenjungen.

Warum ist das Sozialisieren notwendig?

Das Sozialisieren ist notwendig, um aus dem Katzenjungen eine zahme, selbstsichere Katze zu machen. Eine Katze, die nicht sozialisiert ist, ist häufig scheu und hat Angst vor Menschen und anderen Tieren. Vor allem, wenn du eine Katze gerne an das Leben im Haus gewöhnen möchtest oder wenn du nach einer Schoßkatze suchst, dann ist das Sozialisieren des Tieres sehr wichtig. Ob eine Katze sich gerne und viel liebkosen lässt, hängt natürlich auch vom Charakter des Tieres ab.

Ab welchem Alter kann man ein Katzenjunges sozialisieren?

Das Sozialisieren eines Katzenjungen beginnt direkt nach der Geburt. Der Ort, an dem ein Katzenjunges geboren wird und an dem es die ersten Tage und Wochen seines Lebens verbringt, hat großen Einfluss auf sein Verhalten im späteren Leben. Wird ein Katzenjunges beispielsweise im Wohnzimmer geboren, dann kommt es direkt in Kontakt mit Menschen und ist es umgehend auch allerlei Geräuschen ausgesetzt. Auch die Mutterkatze ist in diesem Fall häufig bereits gut sozialisiert. Die Katzenjungen werden das registrieren und das Verhalten ihrer Mutter wie selbstverständlich kopieren. Katzenjunge die im Freien – oder in einem Schuppen auf einem Bauernhof – geboren werden, sind häufig etwas wilder und rastloser. Das Sozialisieren nimmt dann etwas mehr Zeit in Anspruch und erfordert mehr Geduld des Halters. Im Alter zwischen 3 und 16 Wochen ist ein Katzenjunges empfänglich für Maßnahmen des Sozialisierens.

Mit gutem Beispiel voran

Die Mutterkatze übernimmt einen wichtigen Teil der Sozialisation. Sie bringt ihren Zöglingen bei, wo die Grenzen ihres Verhaltens liegen, wovor sie Angst haben sollten und wovor sie sich nicht fürchten müssen. Sie lässt sie auch wissen, wie weit sie beim Spielen gehen können. Beißt dein Katzenjunges beispielsweise viel beim Spielen? Dann hat es sein Nest vielleicht zu früh verlassen. Deswegen ist es wichtig, dass ein Katzenjunges sein Nest in keinem Fall verlässt, bevor es nicht das Lebensalter von 8 Wochen erreicht hat. Durch das Zusammenleben mit Brüdern und Schwestern lernt ein Katzenjunges den richtigen Umgang mit Artgenossen.

Katzenjunges sozialisieren

Ist dein Katzenjunges nicht ausreichend sozialisiert oder hat es aufgrund gewisser Umstände (aufgrund einer ängstlichen Mutterkatze oder wegen des Aufwachsens als Weise) wenig oder nichts von seiner Mutter lernen können? Dann wirst du es mit viel Geduld und Liebe sozialisieren müssen. Wenn du dein Katzenjunges sozialisieren möchtest, ist es wichtig, es anfangs in aller Ruhe an unterschiedliche Reize zu gewöhnen. Du kannst beispielsweise damit anfangen, dein Katzenjunges regelmäßig zu liebkosen, gib ihm Bröckchen auf dem Schoß und versuche es jeden Tag etwas länger zu streicheln oder zu bürsten. Wenn noch andere Katzen im Haus wohnen, ist es nicht empfehlenswert, die Tiere direkt im selben Bereich aufeinandertreffen zu lassen. Besser ist es, sie in aller Ruhe und in Phasen aneinander gewöhnen zu lassen. Dem „schwächsten“ Tier – häufig dem Katzenjungen – muss darüber hinaus immer eine Fluchtroute an einen sicheren Ort zur Verfügung stehen. Wenn du merkst, dass Kennenlernmomente gut verlaufen, dann kannst du mit ihm den nächsten Schritt gehen. Bringe das Katzenjunge in Kontakt mit deinen MitbewohnerInnen, Kindern und/oder deinem/r PartnerIn. Nimm dein Katzenjunges, noch bevor es 16 Wochen alt ist, in einem Reisekorb auch einmal im Auto mit. Dann ist eine solche Fahrt für sie weniger stressbeladen, wenn die im höheren Alter einmal notwendig werden sollte. Eine Fahrt zum Tierarzt wird so wesentlich angenehmer, und zwar sowohl für die Katze als auch für dich.

Ruhig bleiben und Stress vermeiden

Am Wichtigsten bei der Sozialisation deines Katzenjungen sind Ruhe und Regelmäßigkeit. Wenn du selbst ruhig bleibst, wenn dein Katzenjunges beispielsweise ein neues Geräusch hört, lernt es, dass es keine Angst haben muss. Bemerkst du eine ängstliche oder aggressive Reaktion, wenn es eine neue Erfahrung macht? Dann lass dein Katzenjunges für einen Moment allein auf seinem vertrauten Plätzchen, z. B. in seinem Korb. Vergiss vor allem nicht, mit ihm zu spielen! So lernt es, dass Menschen eigentlich ziemlich nette Zeitgenossen sind, und so entsteht zwischen euch eine Bindung. Macht euer Spiel Spaß und ist es ganz entspannt, ohne Krallen und Zähne? Belohne deine Katze dann mit einer leckeren Mahlzeit oder mit ein paar Bröckchen!

Belohnen eines Katzenjungen hat mehr Effekt als Bestrafen

Versuche deinem Katzenjungen bzw. deiner Katze gegenüber immer positiv zu bleiben. Bestrafen löst nur negative Reaktionen aus, was dazu führt, dass die Bindung zwischen dir und deiner Katze leidet. Das willst du natürlich vermeiden! Gutes Verhalten belohnen und unerwünschtes Verhalten ignorieren funktioniert viel besser. Bleib beim Sozialisieren deines Katzenjungen immer positiv und ruhig und sorge für eine sichere und katzenfreundliche Lebensumgebung.

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