Hundeverhalten erkennen: Das sagt die Körpersprache deines Hundes aus

Bedeutet Schwanzwedeln immer Freude? Das Verhalten eines Hundes zu erkennen, ist nicht einfach. Wir geben dir Tipps, wie du lernen kannst, die Körpersprache deines Hundes besser zu verstehen.

Deinen Hund kennenlernen

Um das Verhalten deines Hundes zu begreifen, ist es wichtig, dass du deinen Hund richtig kennenlernst. Jeder Hund ist anders und reagiert dementsprechend auch anders auf verschiedene Situationen. Wenn du viel Zeit mit deinem Hund verbringst und sein Verhalten genau beobachtest, wirst du feststellen, dass du schon bald bestimmte Eigenarten erkennst. Eine schöne Möglichkeit, Zeit mit deinem Hund zu verbringen, ist gemeinsame Bewegung. Auch ein kleiner Spaziergang zum Park oder zu anderen Orten, an denen ihr andere Hunde trefft, ist sehr nützlich. Dort siehst du nämlich, wie dein Hund auf andere Hunde reagiert. Und davon lernst du wiederum. Wenn du einen Welpen hast und ihn sozialisieren möchtest, ist es sehr wichtig, sein Verhalten zu erkennen. Durch eine gute Sozialisierung vermeidest du von vornherein das am häufigsten auftretende ängstliche oder aggressive Verhalten.

Anzeichen von Stress oder Angst

Mit seiner Körpersprache kann ein Hund vieles ausdrücken, auch Stress. Bestimmte Anzeichen können jedoch auch unterschiedlich interpretiert werden. Daher ist es immer wichtig, die gesamte Situation zu betrachten. Wenn dein Hund Stress empfindet, kannst du die folgenden Anzeichen beobachten:

Übermäßiges Bellen: Jeder Hund bellt ab und zu, doch wenn dein Hund übermäßig bellt, kann das ein Anzeichen für Stress sein. Beispielsweise weil andere Hunde oder unbekannte Personen anwesend sind oder wenn dein Hund alleine zuhause bleiben muss.

Schlottern oder zittern: Wenn dein Hund kalt oder nass ist, kann er natürlich schon mal schlottern. Doch es kann auch ein Anzeichen von Stress sein. Vielleicht hat er sich erschrocken und wird sich ducken oder verstecken.

Sabbern oder übermäßiges Lecken: Wenn dein Hund ungewöhnlich viel sabbert, kann das darauf hinweisen, dass er bestimmte Situationen als stressvoll erfährt.

Kratzen: Wenn dein Hund sich kratzt, kann das ein Anzeichen für eine Allergie sein. Übermäßiges Kratzen deutet jedoch auf Stress hin. Es kann ebenso ein Anzeichen von Langeweile sein. In dieser Situation kann es helfen, dem Hund anspruchsvolleres Spielzeug anzubieten und sich mehr mit ihm zu beschäftigen.

Anzeichen von Ärger oder Aggression

Wenn ein Hund ärgerlich oder aggressiv ist, kannst du das an verschiedenen Verhaltensweisen erkennen. Auch hier ist wieder wichtig, sich die gesamte Situation anzusehen. Solltest du bemerken, dass ein Hund ärgerlich oder aggressiv ist, dann nähere dich ihm nicht und lass ihn in Ruhe, bis er sich beruhigt hat. Bei Hunden wird oft die „Eskalationsleiter“ genutzt, um Signale anzugeben. Diese Leiter hat verschiedene Stufen: von leichter Anspannung, wie Kopf abwenden oder mit den Augen blinzeln, bis zu drohendem Bellen, Knurren und schließlich dem Zeigen der Zähne. Auch Züngeln, ein schnelles Lecken über die Schnauze, ist eine Zeichen von Aggression.

Anzeichen von Freude

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen frohen, glücklichen Hund zu erkennen. Ein Hund, der glücklich ist und sich wohlfühlt, hat meistens ein glänzendes Fell. Schwanzwedeln kann ebenfalls auf Freude hinweisen, ebenso wie eine aufgeregte Haltung (Popo nach oben und Oberkörper komplett auf den Boden gepresst) oder Springen, mit dem dein Hund dir zeigen möchte: „Toll! Zeit zum Spielen! Ein glücklicher Hund zeigt meist ein stabiles Verhalten, ohne extreme Abweichungen.

Anzeichen von Krankheit

Wenn ein Hund sich nicht wohlfühlt oder krank ist, kann er dir das nicht sagen. Doch du kannst an seiner Körpersprache selbst erkennen, dass etwas nicht stimmt. Vielleicht verkriecht er sich oder ist nicht mehr so fröhlich. Darüber hinaus kann sich sein Stuhlgang verändern, er atmet schneller oder du siehst sogar äußerliche Anzeichen einer Krankheit. Ein kranker Hund ist nicht mehr so aktiv und begeisterungsfähig wie sonst und frisst weniger. Wenn du dir Sorgen machst, dann konsultiere immer einen Tierarzt.

Verschiedene Bedeutungen

Manchmal ist es schwierig, das Verhalten eines Hundes anhand individueller Anzeichen zu lesen. Das schnelle Lecken über die Schnauze (Züngeln) kann einerseits ein Zeichen von Aggression oder Stress sein. Es kann jedoch auch sein, dass dein Hund gerade einen Leckerbissen verspeist hat, dann ist es völlig unbedeutend. Das Schwanzwedeln kann ein Zeichen von Freude, aber auch von Obacht sein. Es ist daher immer wichtig, sich die gesamte Situation anzusehen.

Unerwünschtes Verhalten erkennen und abgewöhnen

Große dunkelbraune Welpenaugen, die dich schmachtend angucken. Es ist wirklich zu süß, aber Betteln ist ein unerwünschtes Verhalten. Wenn dein Hund seinen Napf rasend schnell leerfrisst, ist er vielleicht nicht nur hungrig, sondern kann es sich auch um Futterneid oder Schlingen handeln. Auch das ist ein Beispiel unerwünschten Verhaltens. Unerwünschtes Verhalten solltest du am besten im Keim ersticken und deinem Hund so schnell wie möglich abgewöhnen.


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