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Gebissprobleme bei Hund oder Katze erkennen, lösen und vermeiden

Zahnbelag und Zahnstein, brüchige Zähne und Entzündungen. Über sechzig Prozent der Hunde und Katzen, die älter als drei Jahre sind, haben Gebissprobleme. Wie du Gebissprobleme bei Hund oder Katze erkennst, löst und vermeidest? Wir erklären es dir.

Zahnbelag

Zuerst scheinen alle Probleme noch harmlos, so auch Gebissprobleme bei Hunden und Katzen. Oft beginnen diese Probleme mit Zahnbelag. Zahnbelag erkennst du an einem weißen oder gelben Belag auf den Zähnen. Diese weiche Schicht besteht aus Bakterien, Kalzium und Phosphor und wird durch Speichel und Nahrung verursacht. Zahnbelag lässt sich problemlos vorbeugen, indem du deinem Hund oder deiner Katze regelmäßig die Zähne putzt.

Zahnstein

Zahnstein ist verkalkter Zahnbelag und bildet eine gelblich braune (harte) Schicht auf den Zähnen. Außerdem ist das Zahnfleisch an den Stellen, an denen sich viel Zahnstein gebildet hat, oft schlechter durchblutet. Zahnstein lässt sich nicht mehr wegputzen. Du musst für dein Tier einen Termin beim Tierarzt vereinbaren, der den Zahnstein unter Narkose entfernt.

Folgen von Zahnbelag und Zahnstein

Wenn Zahnbelag oder Zahnstein nicht vom Gebiss deines Hundes oder deiner Katze entfernt werden, kann es zu Löchern oder Entzündungen im Zahnfleisch und schließlich sogar im Kieferknochen kommen. Diese Entzündungen können zu brüchigen Zähnen oder selbst Tumoren führen. Dein Tier wird darunter sehr leiden und Schwierigkeiten beim Fressen bekommen.

Neben Gebissproblemen gibt es auch einen Zusammenhang zwischen schlechten Zähnen und Nieren-, Leber- und Herzproblemen. Die Vorbeugung von Gebissproblemen bei Hunden und Katzen kann daher lebenswichtig sein!

Achte auf Spielzeug

Außer durch Zahnbelag oder Zahnstein entstehen einige Gebissprobleme auch durch verkehrtes Spielzeug. Beispielsweise können Hunde, die mit Tennisbällen spielen, ihre Zähne abnutzen, wodurch der Zahnnerv und damit der Zahn absterben kann. Ein Gummiball ist eine bessere Alternative für deinen Hund; dieser greift die Zähne in keiner Weise an. Bei Stöckchen solltest du auf gefährliche Splitter achten, die in Hals, Magen oder Darm gelangen können.

Wie erkenne ich Gebissprobleme bei meinem Hund oder meiner Katze?

Hunde und Katzen zeigen nicht so schnell Schmerzen. Sie mögen es auch nicht, wenn man ihnen ins Maul schaut. Gebissprobleme lassen sich daher nicht so leicht feststellen. Dennoch gibt es eine Anzahl von Symptomen, auf die du achten kannst, wie übermäßiges Sabbern, einseitiges Fressen oder das Herunterschlucken ganzer Bröckchen. Auch Mundgeruch weist auf Zahnprobleme oder ein schlecht gepflegtes Gebiss hin. Es ist nicht selbstverständlich, dass ein (altes) Tier aus dem Maul riecht. Wenn dein Hund oder deine Katze das Futter stehenlässt, sind die Gebissprobleme bereits so weit entwickelt, dass ein Besuch beim Tierarzt notwendig ist.

Gebissprobleme bei Hund oder Katze vermeiden

Gebissprobleme bei Hunden oder Katzen werden oft unterschätzt, aber wenn wir uns die Folgen anschauen, ist es sehr wichtig, die Zähne deines Hundes oder deiner Katze richtig zu pflegen. Neben dem richtigen Spielzeug ist die einzige Möglichkeit, Gebissproblemen vorzubeugen, regelmäßiges (vorzugsweise tägliches) Zähneputzen deines Hundes oder deiner Katze. Dazu kannst du ganz einfach eine Zahnbürste verwenden. Weiter unten im Artikel erfährst du, wie du dabei Schritt für Schritt vorgehst. Eine jährliche zahnärztliche Untersuchung beim Tierarzt ist ebenfalls wichtig, um mögliche Gebissprobleme rechtzeitig anzugehen.

Gutes Futter für dein Haustier

Auch das Futter hat Einfluss auf die Zähne deines Tieres. Es ist zum Beispiel gut, deinem Hund oder deiner Katze regelmäßig Bröckchen zu füttern, weil dadurch das Gebiss gestärkt wird. Achte auch auf die Zutaten; Futter mit viel Zucker ist schlecht für die Zähne. Obwohl einige Tierfutter besser sind als andere, gibt es leider kein Futter, das Zahnprobleme bei Hunden oder Katzen vollständig verhindern kann; allenfalls wird es das Ausmaß der Probleme beeinflussen. Yarrah’s Hühnerhälse haben eine abrasive Wirkung auf die Zähne und helfen Zahnbelag zu entfernen. Gutes Futter in Kombination mit guter Zahnpflege ist letztlich der beste Ansatz.

Wie sieht ein gesundes Gebiss aus?

Ein gesundes Gebiss besteht aus weißen Zähnen und einem gut durchbluteten, rosa Zahnfleisch. Ein erwachsener Hund hat 12 Schneidezähne, 4 Eckzähne, 16 Vormahlzähne (Prämolaren) und 10 Mahlzähne (Molaren). Eine erwachsene Katze hat 12 Schneidezähne, 4 Eckzähne, 10 Vormahlzähne (Prämolaren) und 4 Mahlzähne (Molaren). Bei Welpen und Kätzchen fallen die Milchzähne aus und kommen die bleibenden Zähne durch, wenn sie ungefähr drei Monate alt sind.

Zähne putzen bei Hund und Katze, Schritt für Schritt

      Gewöhne dein Tier langsam daran: Berühre sein Gesicht, angefangen mit dem Kiefer. Belohne dein Tier, wenn das gut klappt, z.B. mit einem gesunden Hunde– oder Katzensnack.
      Intensiviere die Berührung und halte vorsichtig die Schnauze fest. Klappt das nicht und dein Hund oder deine Katze erschreckt sich, dann mach erstmal einen Schritt zurück und versuche es am nächsten Tag noch einmal.
      Hebe die Lippe an und sieh dir das Gebiss an. Belass es am Anfang beim Ansehen und wiederhole das ein oder zwei Mal am Tag.
      Klappt Schritt 3, dann ist es Zeit, die Zähne zu putzen. Zuerst „putzt“ du die Zähne mit deinem Finger.
      Klappt das auch gut? Dann nimm dir eine Zahnbürste und putze das Gebiss deines Tieres ein Mal pro Tag. Am besten benutzt du eine kleine, weiche Zahnbürste. Halte die Zahnbürste nicht nur am Stiel fest, sondern lege auch einen Finger auf den Bürstenkopf.
      Belohne dein Tier mit einem Leckerli oder seinem Lieblingsspiel, damit das Zähneputzen angenehm bleibt.

Tipp: Putze nicht nur das Gebiss deines älteren Hundes oder deiner älteren Katze. Je eher du damit anfängst, desto besser funktioniert das für dich und dein Tier und umso weniger Gebissprobleme wird dein Tier entwickeln.

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